Deutscher Gewerkschaftsbund

Vielfalt gestalten - Perspektiven bieten, Kompetenzen nutzen

Programm


Mittwoch, 21. November 2018

11:00 Uhr  Einlass und Begrüßung mit einem Mittagsimbiss

12:45 Uhr  Begrüßung durch JÖRG RADEK,
                 
Stellv. Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)

13:00 Uhr   Input
                   Ist es zulässig, Personengruppen durch positive
                   Maßnahmen
zu bevorzugen?
                  
PROF. DR. HANS-JÜRGEN PAPIER, ehemaliger Präsident
                   des Bundesverfassungsgerichts

13.20 Uhr   Plenum
                   Vielfalt gestalten: Perspektiven bieten, Kompetenzen nutzen
                  
u.a. mit ELKE BREITENBACH (DIE LINKE), Berliner Senatorin für Integration,
                   Arbeit und Soziales,
                   VEUVE NOIRE alias Hendrik Schmidt, Travestiekünstlerin und politisch aktiv für                              Toleranz und Vielfalt
                   PROF. DR. HANS-JÜRGEN PAPIER, ehemaliger Präsident
                   des Bundesverfassungsgerichts
                   BERNHARD FRANKE, Kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des                            Bundes     

                   Moderation: Jutta Neumann      

14:30 Uhr   Kaffeepause

15:15 Uhr  Drei parallel stattfindende Fachforen

  • Forum I: Rechtlicher Rahmen für Geschlechtergerechtigkeit „Frauen sind anders – Männer auch!“

    Im öffentlichen Dienst sind Frauen in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert. Bei gerade einmal 35,3 Prozent liegt laut Gleichstellungsbericht des Statistischen Bundesamtes beispielsweise der durchschnittliche Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen der obersten Bundesbehörden. In den Vorständen und Geschäftsführungen von Unternehmen mit Bundesbeteiligung sah es 2017 mit mageren 17,3 Prozent noch schlechter aus. In den Bundesländern stellt sich das Bild ähnlich dar. Nun lautet das erklärte Ziel auf Bundesebene, dass bis 2025 Männer und Frauen in den Leitungsfunktionen gleichberechtigt vertreten sein sollen. Doch was braucht es, um dieses Ziel zu erreichen? Was muss passieren, damit Frauen sich auf Leitungsstellen bewerben und wie können Personalräte dabei unterstützen? Wie können Personalräte gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten im Rahmen der Gleichstellungsgesetze etwa auf Bewerbungs- und Auswahlprozesse einwirken? Wie bestärkt man Teilzeitkräfte, Führungspositionen anzustreben? Und wie kann Führen in Teilzeit zur Befriedigung aller gelingen? Tragen flexiblere Arbeitszeiten dazu bei, mit der Geschlechtergerechtigkeit voranzukommen? Diese und weitere Fragen werden in diesem Forum diskutiert.

    Referentinnen:

    Monika Müller, Sozialdezernentin Wolfsburg
    Frauke Gützkow, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW, Arbeitsbereich Frauenpolitik
    Regine Steinhauer, Auditorin, audit beruf& familie
    Karen Vogel-Krawczyk, Gesamtpersonalratsmitglied der Stadt Bremen

    Moderation:

    Silke Raab, DGB Bundesvorstandsverwaltung, Abteilung Frauen-, Gleichstellungs- und Familienpolitik

  • Forum II: Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Dienst „Exklusiv oder inklusiv?“

    Das neue Bundesteilhabegesetz stärkt zwar Betriebsräte in ihrem Einsatz für Menschen mit Behinderungen, doch Personalräte gehen leer aus. Ist Inklusion in der Dienststelle etwa eine Nebensächlichkeit? - Nein, auch im öffentlichen Dienst werden Menschen mit einer Behinderung häufig nur über ihre Einschränkung definiert. Wir wollen in diesem Forum für die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sensibilisieren sowie diskutieren, wie ihre gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben im öffentlichen Dienst gut gelingen kann. Dabei spielen konkrete Maßnahmen eine entscheidende Rolle: Wie können Personalräte den barrierefreien Zugang  für Menschen mit Einschränkungen zu ihren Dienststellen erreichen? Welche grundlegenden sozialrechtlichen Instrumentarien stehen dafür zur Verfügung? Wie kann eine Dienststelle offener werden im Umgang mit Krankheit und Behinderung? Welche Erfahrungen haben Personalräte mit Inklusionsvereinbarungen gemacht? Diesen und weiteren Fragen wollen wir im Forum nachgehen.

    ReferentInnen:

    Felizitas Ißelmann, Schwerbehindertenvertrauensperson Stadtverwaltung Oberhausen
    Dr. Alexander von Boehmer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen des Bundes
    Andreas Beck, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen der Länder

    Moderation:

    Uwe Kaßler, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen der obersten Landesbehörden und Hauptschwerbehindertenvertretungen Rheinland-Pfalz

  • Forum III: Ethnische Herkunft und Religion im öffentlichen Dienst „Andere Herkunft und Religion – gleiche Rechte – gleiche Pflichten“

    Religion spielt für viele Menschen eine wichtige Rolle – in der modernen Arbeitswelt, egal ob im öffentlichen Dienst oder in der freien Wirtschaft, ist sie überwiegend Privatsache. Doch es gibt Beschäftigte, denen eine strikte Trennung schwer fällt. Dann kann es schnell zu Konflikten mit dem Arbeitgeber oder den KollegInnen kommen. Das Problem spitzt sich noch zu, wenn Religion und ethnische Herkunft miteinander vermischt werden. Dann ist es umso schwieriger, kompromissorientierte Lösungen zu finden. In diesem Forum wollen wir diskutieren, wie Religion oder ethnische Herkunft die Arbeit im KollegInnenkreis beeinflusst. Welche Konflikte und Chancen birgt es, wenn Menschen ohne bzw. verschiedener Religionen miteinander arbeiten? Mit welchen Maßnahmen kann man Diskriminierungen aufgrund der Religionszugehörigkeit oder der ethnischen Herkunft vorbeugen? Wie sieht die Intervention aus? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderprogramme braucht es, um Fach- und Nachwuchskräfte verschiedener Herkunft für den öffentlichen Dienst zu gewinnen und ihnen gleichberechtigte Aufstiegschancen zu ermöglichen? Welche Werkzeuge, Schutz- und Kontrollpflichten haben Personalräte dabei?

    ReferentInnen:

    Bernward Wolf, Pastor, Sozialpädagoge, stellvertr. Vorsitzender Bethel Bielefeld
    Elvisa Kantarević, Arbeit und Leben Hamburg, Projektleitung Fachstelle Migration
    und Vielfalt
    Forouzan Nikurazm, Integrationsbeauftragter der GdP Hamburg   

    Moderation:

    Rebecca Liebig, ver.di Hessen

17:15 Uhr   Pause        

17:30 Uhr   Verleihung des Deutschen Personalräte-Preises 2018
                   mit u.a. Elke Hannack, Stellv. Vorsitzende des DGB                   

18:15 Uhr   Berliner Abend

Donnerstag, den 22. November 2018

09:00 Uhr    Drei parallel stattfindende Fachforen

  • Forum IV: Alt und Jung – Voneinander lernen „Ey, langsamer Opa“ – „Ach, unerfahrener Jungspund“

    Den einen geht es zu schnell, den anderen wiederum nicht schnell genug. Dabei heißt es oftmals „Das haben wir doch schon immer so gemacht“ oder „Mit der neuen Methode geht’s viel schneller“. Die Erkenntnis, dass sich Altbewährtes und neue Ansätze nicht ausschließen müssen, sondern befruchten können, setzt sich häufig nur langsam durch. In diesem Forum wird der Mehrwert dieser Konstellationen für die Dienststellen erörtert. Wie können Jung und Alt in altersgemischten Teams voneinander profitieren? Wie findet man eine gemeinsame Sprache, wenn Erfahrung auf Ungestüm trifft? Und wie organisiert man den Wissenstransfer? Lässt er sich per Dienstvereinbarung institutionalisieren? Welche Fortbildungen und Trainings eignen sich, um ältere Beschäftigte „up to date“ und gesund zu halten? Wie schützt man die Jungen davor, sich am Anfang ihrer Laufbahn auszupowern und bereitet sie auf den „Langstreckenlauf“ vor?

    Referenten:

    Martin Meisen, Stellv. Bundesjugendvorsitzender im geschäftsführenden Bundesjugendvorstand GdP 
    Stefan Scholer, Leiter der Aus- und Weiterbildung der Stadt München
    Udo Kertz , ehem. Vorsitzender des Hauptpersonalrats des BMG

    Moderation:

    Dr. Manuela Maschke, Hans-Böckler-Stiftung

  • Forum V: LSBTI – an den Rand gedrängt? „Im Zeichen des Regenbogens“

    Die sexuelle Identität ist Privatsache. Und doch spielt sie in der Arbeitswelt häufig eine Rolle. Meist, weil aus Abweichungen von der vermeintlichen Norm noch immer Diskriminierung resultiert. Mit welchen Vorurteilen sind LSBTI (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle) im öffentlichen Dienst konfrontiert? Hat das Konsequenzen in Bezug auf Bewertungen, Beförderung etc.? Welche Hemmschwellen gibt es für LSBTI, sich auf Stellen in bestimmten Bereichen des öffentlichen Dienstes zu bewerben oder überhaupt offen mit der eigen sexuellen Identität umzugehen? Welche Möglichkeiten haben Personalräte, LSBTI gleichberechtigten Zugang zu Ämtern oder Beförderungen zu ermöglichen und sie vor Mobbing zu schützen? Wie könnten entsprechende Dienstvereinbarungen oder Anlaufstellen ausgestaltet sein? Fragen wie diese werden im Forum V diskutiert.

    ReferentInnen:

    Dana Baerns, Polizeihauptkommissarin, Ansprechperson für LSBTI bei der Polizei Berlin
    Tina Beidenich, Bundessprecherin der GEW AG LSBTI  
    Carsten Bock, Bundesarbeitskreis ver.di-queer     

    Moderation:

    Matthias Schlenzka, DGB-Bezirk Berlin-Brandenburg

  • FORUM VI: Gute Praxis: Nominierte und Preisträger des Deutschen Personalräte-Preises 2018 stellen ihre Projekte vor

    Personalräte stellen ihre innovativen und kreativen Projekte vor. Was können andere davon lernen und für ihre eigene Praxis mitnehmen? In einem Worldcafé sprechen Preisträger und Nominierte mit den TeilnehmerInnen in kleinen Runden über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung und diskutieren, wie diese Initiativen übertragen und weiterentwickelt werden können.

    Moderation:

    Michael Kröll, Redakteur der Zeitschrift „Der Personalrat“

11:00 Uhr  Kaffeepause 

11.30 Uhr  Plenum
                  Wie wird Diversity im öffentlichen Dienst „gelebt“?
                  ExpertInnengespräch zur Intersektionalität – wie kommen alle Dimensionen von
                  Vielfalt in der Praxis zur Geltung?
                  mit u.a. ANDREAS MERX, Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für
                  Diversity Management e.V.,
                  EREN ÜNSAL, Leiterin der Landesantidiskriminierungsstelle Berlin

                  Moderation: Jutta Neumann

13:00 Uhr  Mittagsimbiss

 

Stand November 2018 - Änderungen des Programms bleiben vorbehalten.