Deutscher Gewerkschaftsbund

Schöneberger Forum am 28. und 29.11.2017 in Berlin

Zeitenwende im öffentlichen Dienst

Gut ausgestattete, funktionsfähige staatliche Institutionen werden wieder zunehmend als wichtige Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sicherheit und Prosperität angesehen. Diese Erkenntnis stand viele Jahre im Schatten von „Deregulierung“ und „Entbürokratisierung“. Heute erfährt der öffentliche Sektor eine wahrnehmbare Aufwertung. Die staatlichen Einnahmen steigen kontinuierlich, die Politik stellt dringend fällige Investitionen in Personal und Infrastruktur in Aussicht.

Der öffentliche Dienst steht  jedoch vor vielseitigen Herausforderungen, um seine Funktionsfähigkeit zu erhalten und zu stärken: gesellschaftliche Entwicklungen, Veränderungen in Struktur und Zukunftsfähigkeit des Personalkörpers, veraltete Aus- und Fortbildungskonzepte oder auch die Digitalisierung seien hier beispielhaft genannt. Gerade die demografische Entwicklung der Beschäftigten im öffentlichen Sektor fordert Lösungsansätze wie altersgerechtes Arbeiten oder die Zusammenarbeit in altersgemischten Teams. Hinzu kommt, dass neue Arbeitsprozesse wie sie beispielsweise mit der Digitalisierung einhergehen, die Beschäftigten sowohl ent- als auch belasten. Die Erhaltung der psychischen Gesundheit wird damit zu einer zentralen Aufgabe.

DGB

DGB/ Simone M. Neumann

Und nicht zuletzt stellt der Zuzug von Geflüchteten, aber auch von Arbeitsmigrantinnen und-migranten, den öffentlichen Dienst vor die Herausforderung, viele Neuankömmlinge in Ausbildung und Arbeit zu integrieren.

Eröffnet wird das Schöneberger Forum am 28.11.17 durch Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende. Im Anschluss wird Prof. Dr. Astrid Nelke die Frage nach den notwendigen E-Kompetenzen im öffentlichen Sektor in den Mittelpunkt ihres Impulsreferats stellen und anschließend zusammen mit Dr. Matthias Kollatz-Ahnen (Senator der Finanzen in Berlin), Jutta Krellmann (MdB, Die Linke), Daniel Merbitz (Mitglied im Vorstand der GEW) und Wolfgang Pieper (Mitglied im Vorstand von ver.di) die aufgestellte These der Zeitenwende im öffentlichen Dienst diskutieren.

Am zweiten Tag des Schöneberger Forums bildet ein Expertengespräch zum Wandel von Einstellungen und Werten in Deutschland den Abschluss der Veranstaltung. Unter dem Titel „Der Bürger und ich“ werden wir betrachten, wie gesellschaftliche Veränderungen den Arbeitsalltag und das Selbstverständnis der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes beeinflussen. Dr. Silke Borgstedt vom SINUS-Institut und Prof Dr. Berthold Vogel von der Georg-August-Universität Göttingen werden aktuelle Forschungsergebnisse mit uns teilen und diskutieren.

Auf dem Schöneberger Forum 2017, das erstmals vom DGB Bildungswerk BUND als Veranstalter durchgeführt wird, möchten wir die zukünftigen Gestaltungsherausforderungen und die Möglichkeiten von Personalräten, aktiv Einfluss zu nehmen, diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln. Wir laden Sie außerdem ein, am Abend des ersten Veranstaltungstages an der Verleihung des Deutschen Personalräte-Preises 2017 teilzunehmen und den Tag anschließend auf dem Berliner Abend ausklingen zu lassen.

Anmeldeschluss ist der 30. Oktober 2017.


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